Bürger und Bauer scheidet die Mauer
„Die Stärkung und Belebung der Orts- und Stadtkerne“, ist das oberste Ziel der Raumplanung, der Wirtschaft und der Tourismuspolitik. Wie durch ein Brennglas wird absolut jede Energie auf das Zentrum, die Innenstadt, die Altstadt oder auf die City fokussiert. Interessant ist nur, es sind dieselben Leute mit ihren simplen Gemütern, die zuerst genau diese Zentren ruiniert und die Vorstadt betoniert haben. Jetzt wollen sie die City wieder zum Leben erwecken und die Vorstadt bleibt weiterhin Ödland.

Vielleicht ist der Segregationswille außer Kontrolle geraten. In den Geschichtsbüchern vieler Städte wird man es noch lesen, „Bürger und Bauer scheidet nichts als ein Zaun und eine Mauer“ und in der neueren Zeit störte der „Ruaß“ das Stadtbild, wenn die „Bürger“ am Laufsteg der Eitelkeit den Caffe Latte schlürfen wollten. Jetzt ist die Peripherie verödet und die City ausgestorben, weil es auch keine „Bürger“ mehr gibt. Denn, die Reichen wohnen wo sie wollen und die Armen wohnen, wo sie müssen – lehrte schon der leider verstorbene Stadtforscher Hartmut Häußermann.







