Noch mehr Grips hilft?

mehr GRIPS, der Verein für eine sach- und vernunftorientierte Politik, hat ein Jahr nach seiner Gründung den Endbericht seiner Impulse für eine gute Politik vorgelegt. Zahlreiche konkrete Vorschläge liegen auf dem Tisch. Doch wer wird sie umsetzen?

Sämann bei untergehender Sonne, Van Gogh (gemeinfrei)

Wenn sich hochkarätige Experten mit ihrem Grips anbieten und „konkrete Vorschläge“ unterbreiten, die WIR angehen müssen, dann klingelt die Alarmglocke. WIR heißt nämlich übersetzt, was ein paar Grips-Befreite vermasselt haben, müssen alle ausbügeln. Außerdem, mit Grips ist es so wie beim Gleichnis vom Saatkorn bei Lukas. Es kann nur aufgehen, wenn es auf einen fruchtbaren Boden fällt. Auf dem Weg wird es zertreten und von den Vögeln gefressen. Auf Stein(Schädel) verdorrt die Saat und im wilden Gestrüpp wird die Saat überwuchert. Es braucht schon aufrichtige Herzen mit Ausdauer heißt es bei Lukas. Nur dann wird die Saat „hundertfach Frucht“ bringen. Als sich vor einem Jahr der „Grips-Verein“ angeboten hat, die kleine Welt mit ihrer Saat zu ernähren, wussten die nicht genug über die Bodenqualität im Land. Nicht zuletzt deshalb, ist die Zukunft des Landes mehr denn je – schwierig. Grips-Besitzer eint, dass sie „keine Politiker sein möchten“. Sollten sie aber. Sie wollen mitreden (was gut ist), aber keine Verantwortung übernehmen. Immerhin, der „Verein für eine sach- und vernunftorientierte Politik“ erhob den Anspruch zu wissen, wie der Hase läuft. Das ist der Unterschied. Wie beim Fußball. Es gibt viele Schiedsrichter auf der Tribüne, aber nur einer sagt, wann es einen Elfmeter gibt. Und der muss eben gewählt werden, am Platz stehen und liefern. In Wahrheit haben wir mit dem Input der Grips-Besitzer nicht viel erreicht, weil die Saat nicht aufgeht.

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