„Brennende“ Fragen offen

Gleichzeitig mit dem 10. „HCB-Jubiläum“ im Görtschitztal, findet am 17. Dezember 2024 die ordentliche Generalversammlung der Umweltorganisation „Initiative Zukunft Görtschitztal“ (IZG) statt. Entgegen anderslautender Gerüchte, ist die NGO nicht eingeschlafen, sondern aktiver als je zuvor. Das zeigen ausständige Gerichtsentscheidungen am Verwaltungsgerichtshof und zahlreiche Eingaben bei Kärntner Behörden, die alle eine Verbesserung der Umweltsituation im Görtschitztal zum Ziel haben.

Die Müllverbrennung ist im wahrsten Sinn des Wortes ein „brennendes“ Problem.
Quelle: Peter Baumgartner

Kürzlich wurden die 50. Hofgespräche über die Zukunft Görtschitztal abgehalten und diesmal war sogar eine slowenische Delegation unter der Führung der Autorin Jasmina Jarant (PRIMER: ANHOVO) zu Besuch im Görtschitztal. Der Hintergrund ist, dass die Region Anhovo im Soca-Tal mit den gleichen Umweltproblemen konfrontiert ist, wie die HCB-Region in Kärnten. Der grenzüberschreitende Austausch auf Expertenebene hat zum Ziel, beispielgebend für die Vernetzung im Dienste globaler Umweltprobleme zu sein. NGOs – und da macht die IZG keine Ausnahme, werden zwingend immer dort gegründet, wo Politik und Behörden versagen. Das Multiorganversagen im Görtschitztal, dass vor nunmehr 10 Jahren aktenkundig wurde, ist nicht aufgearbeitet. Deshalb ist die IZG noch immer damit beschäftigt und die Mitglieder willens, ihren Lebensraum nicht am Altar einer außer Kontrolle geratenen Wirtschaft zu opfern. „Brennendstes“ Problem im wahrsten Sinn des Wortes ist aktuell die Müllverbrennung und die damit zusammenhängenden Luftschadstoffe. Außerdem nicht gelöste Verkehrsprobleme, die Geheimhaltung der Krebsstatistik und weitere naturschutzrechtliche Probleme.  

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